Sibirische Gesundheit lebende Zelle für gemeinsame Bewertungen

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Gallen AG Leserservice, St. Gallen Tel. Boden nährt, hält das Grundwasser sauber, reguliert die Stoffkreisläufe, ist Hort der Biodiversität, Rohstofflager und Baugrund. Doch die Nutzungskonflikte um diese immer knapper werdende Ressource nehmen zu. Das Ende November erscheinende Heft zeigt auf, wie sich die vielfältigen Funktionen unserer Lebensgrundlage durch eine integrale Bodenpolitik nachhaltig sichern lassen.

Die Sense bei Plaffeien FR. Eine naturnahe Flusslandschaft mit Referenzcharakter für Revitalisierungen. Bild: Eawag, Armin Peter. Revitalisierungen sind.

Januar ist das revidierte Gewässerschutzgesetz in Kraft. Sind die Hoffnungen berechtigt? Das Gesetz muss von den Kantonen vollzogen werden. Sibirische Gesundheit lebende Zelle für gemeinsame Bewertungen Herausforderungen sind gross. Macht Ihnen das Angst? Stephan Müller: Ich würde eher von einem weiteren Meilenstein sprechen. In den er- und er-Jahren ging es vor allem darum, die zum Teil dramatischen Gewässerverunreinigungen wirksam zu bekämpfen. Seit etwa arbeitet man daran, die verbliebenen natürlichen und naturnahen Gewässer Sibirische Gesundheit lebende Zelle für gemeinsame Bewertungen schützen und verschmutzte Bäche, Flüsse und Seen gezielt zu sanieren.

Damit wurde die Übergangsphase vom qualitativen zum quantitativen Gewässerschutz eingeleitet. Die jüngste Änderung des Gewässerschutzgesetzes hat zum Ziel, die Gewässer als Lebensraum aufzuwerten, damit sie naturnäher werden und einen Beitrag zur Erhaltung und. Willy Müller: Im Gegenteil — es ist eine Freude, das revidierte Gewässerschutzgesetz umsetzen zu dürfen! Der Bund hat nun mit der Gesetzesänderung ein besseres Fundament für unsere Arbeit geschaffen. Die Chancen für die Kantone sind gross.

Die eingezwängten Gewässer müssen wieder mehr Raum erhalten, und die negativen Auswirkungen der Wasserkraftnutzung sollen gedämpft werden. Seit rund 20 Jahren werden einzelne Gewässerabschnitte revitalisiert — Tendenz steigend. Was ändert sich durch die Gesetzesänderung? Stephan Müller: Praktisch alle bisherigen Revitalisierungen sind im Fahrwasser von anderen Massnahmen geschwommen, beispielsweise von Hochwasserschutzprojekten.

Es war gut und richtig, solche Chancen zu ergreifen. Sibirische Gesundheit lebende Zelle für gemeinsame Bewertungen sind wir aber an einem Punkt, an dem in grösseren Dimensionen gedacht und auch geplant werden muss. Seit einigen Jahren sind wir daran, den Raumbedarf der Sibirische Gesundheit lebende Zelle für gemeinsame Bewertungen systematisch festzulegen. Wie vom geänderten Gewässerschutzgesetz verlangt, werden wir uns nun an die strategische Revitalisierungsplanung machen, welche die langfristigen Visionen des Kantons aufzeigt.

Wie stellt sich der Bund diese Planung vor? Stephan Müller: Mit der Planung, die in einer ersten Runde bis vorliegen muss, soll sich jeder Kanton eine Übersicht über das ökologische Potenzial der Gewässer verschaffen und festlegen, welche Abschnitte prioritär revitalisiert werden sollen. Ganz wichtig ist, dass diese strategische und langfristige Planung im konzeptionellen Bereich auf einer geeigneten Flughöhe erfolgt.

Angesichts der relativ kurzen Frist darf sie nicht zu detailliert sein. Es geht nicht darum, wo in einem Gewässer welcher Fisch in 10 Jahren laichen soll, sondern um eine Übersichtsplanung auf kantonaler Ebene. Diese Planung ist das Fundament aller weiteren Aktivitäten. Im Kanton Bern haben wir schon damit begonnen.

Anschliessend muss eine mittelfristige Planung einsetzen, und zwar auf der Ebene der einzelnen Einzugsgebiete mit all ihren Akteuren. Letztlich geht es dabei um Raumplanung: Wie spielt man den Raum frei, um die Ziele umsetzen zu können? Sibirische Gesundheit lebende Zelle für gemeinsame Bewertungen dann kommt die Detailplanung auf Projektebene. Die Politik fordert vom Bund, dass dieser die Wirksamkeit der Massnahmen mithilfe der Finanzmechanismen fördert.

Die Kantone haben also eine gewisse Freiheit bei der Anwendung des Gesetzes. Knackpunkt bei den Revitalisierungen wird wohl das Land sein. In der Schweiz ist Land eine äusserst knappe Ressource, vor allem auf dem Talboden.

Woher nehmen wir den Raum für Revitalisierungen? Das Engagement des Bundes ist aber nicht nur finanzieller Art.

Sind damit die Erwartungen der Kantone an den Bund erfüllt? Es muss Spielraum geben für kantonsspezifische Gegebenheiten. Dieser Raum geht den Landwirten aber nicht verloren, sondern wird in Zukunft extensiv bewirtschaftet, mit entsprechender Entschädigung.

Der tatsächliche Verlust an landwirtschaftlicher Nutzfläche durch Bach- und Flussaufweitungen wird auf lediglich Hektaren in den kommenden 80 Jahren geschätzt — es geht ja nicht darum, den Gewässerzustand so wiederherzustellen, wie er vor Jahren war.

Verglichen mit allen anderen Raumansprüchen ist dieser Verlust gering. Allein der Siedlungsraum verschlingt jedes Jahr fast Hektaren Land. Den Gewässern geben wir dagegen lediglich einen kleinen Teil von dem zurück, was wir ihnen in den letzten Jahrhunderten genommen haben. Und vergessen wir nicht: Die Revitalisierungen sind eng verbunden mit dem Hochwasserschutz und dienen damit auch dem Schutz von Menschenleben und Sachwerten.

Im Endeffekt sind die revitalisierten Gewässer auch ein wirtschaftlicher Faktor. Die Leute fühlen sich in der Schweiz nicht nur deshalb wohl, weil sie viel verdienen, sondern auch weil die Schweiz ein attraktives Land ist. Machen wir sie also noch schöner.

Nichts spricht dagegen, die Gewässer in diesem Sinne weiterzuentwickeln. Wie sieht die Landfrage in den Kantonen aus? Willy Müller: Sehr schwierig! Wir bekommen nur dann Land, wenn Win-win-Situationen aufgezeigt werden können.

Die mögliche Rückkehr der Gelbbauchunke überzeugt nur in den wenigsten Fällen. Wegbereiter fast aller bisherigen Flussaufweitungen war deshalb der Hochwasserschutz. Und obwohl die gesellschaftliche Relevanz als sehr hoch eingestuft werden muss, war die Landfrage immer problematisch. Mit dem revidierten Gewässerschutzgesetz könnte sich das nun ändern, nicht zuletzt deshalb, weil. Willy Müller: Ich bin sicher, dass wir effizient und schnell ans Ziel kommen, wenn wir aus Bestehendem und Neuem ganze Pakete schnüren und Allianzen schmieden.

Der Hochwasserschutz Sibirische Gesundheit lebende Zelle für gemeinsame Bewertungen ein Sibirische Gesundheit lebende Zelle für gemeinsame Bewertungen Potenzial für Revitalisierungen. Wann ist ein Hochwasserschutzprojekt auch ein gutes Revitalisierungsprojekt? Stephan Müller: Sowohl das Bundesgesetz über den Wasserbau wie auch das Gewässerschutzgesetz haben identische Anforderungen an einen baulichen Eingriff in ein Gewässer.

Beide verlangen einen möglichst naturnahen Eingriff. Jedes Wasserbauprojekt muss heute naturnah erfolgen und natürliche Prozesse reaktivieren. Solche Massnahmen innerhalb eines Hochwasserschutzprojekts sind keine Revitalisierungsleistungen. Erst wenn Projekte dort durchgeführt werden, wo kein Hochwasserschutzdefizit vorliegt oder der Perimeter von Hochwasserschutzprojekten grösser konzipiert wird, kann man von einer eigentlichen Revitalisierung reden.

Nur dann werden auch die entsprechenden Gelder ausbezahlt. Es gibt also verschiedene Projekttypen? Damit hat sich die gesamte Verhandlungssituation deutlich verbessert. Wenn dann noch auf Sibirische Gesundheit lebende Zelle für gemeinsame Bewertungen Ebene ganzer Einzugsgebiete geplant wird und alle Akteure und Betroffenen an einem Tisch versammelt sind, haben auch bisher undenkbare Projekte eine Chance.

Christophe Joerin: Dabei sollten alle bestehenden Instrumente genutzt werden, beispielsweise Gesamtmeliorationen. Im Kanton Freiburg werden Revitalisierungen stärker subventioniert, wenn sie im Rahmen einer Güterzusammenlegung. Hier ist die Chance, zu Land und damit zu einem ausreichenden Gewässerraum zu kommen, besonders gross.

Auch im Rahmen. Eine davon sollte die Revitalisierung von Gewässern zum Ziel haben. Stephan Müller: Es gibt drei Projekttypen: Hochwasserschutzprojekte, Revitalisierungen und zusatzfinanzierte Hochwasserschutzprojekte, die über die Anforderungen an den naturnahen Wasserbau hinausgehen. Ausschlaggebend sind die jeweils vorliegenden Defizite Sibirische Gesundheit lebende Zelle für gemeinsame Bewertungen der Perimeter.

Es ist wichtig, dass wir diese drei nicht vermischen, sondern klar auseinanderhalten. Der politische Wille lautet ja, dass wir Revitalisierungen gezielt fördern müssen. Christophe Joerin: Es ist wichtig, dass wir nun ein paar echte Leuchtturmprojekte ins Leben rufen und umsetzen. Anhand guter Beispiele kann man der Bevölkerung am ehesten die Vorteile und den Nutzen von Revitalisierungen veranschaulichen.

Wann sind die Ziele des Gewässerschutzgesetzes erreicht? Stephan Müller: Der ganze Prozess ist auf die kommenden 80 Jahre ausgelegt. Ich werde das Ende wohl nicht mehr erleben. Viele Akteure haben das neue Gesetz noch gar nicht richtig registriert. Andere sind noch ganz im traditionellen Wasserbau verhaftet.

Hier steht uns viel Überzeugungsarbeit bevor. Wir müssen nun wegkommen vom sektoriellen Denken und einen Reifeprozess in Gang setzen. Wie werden die Bäche, Flüsse und Seen in 80 Jahren aussehen?

Stephan Müller: Die Schweiz wird am Ende des Prozesses über ein flächendeckend funktionsfähiges Gewässernetz verfügen. Christophe Joerin: Ich denke, wir werden den Zustand der Gewässer bereits in den nächsten Jahrzehnten deutlich verbessern.

Willy Müller: Bis es so weit Sibirische Gesundheit lebende Zelle für gemeinsame Bewertungen, müssen noch gewaltige Hürden genommen werden.